Donnerstag, 3. Dezember 2020

Nichts geht, läuft oder steht mehr!

Ja, Dr. Schräg am Apparat!

Anruferin: Wer ist dort? Dr. Schreck?

Dr. Schräg: Dr. Schräääg, Psychologe!

Anruferin: Dann bin ich ja richtig.

Dr. Schräg: Kann ich Ihnen helfen? Um was geht es?

Anruferin: Gehen tut es um meinen Mann.

Dr. Schräg: Es geht also um Ihren Mann.

Anruferin: Nichts geht mehr!

Dr. Schräg: Eben haben Sie doch noch gesagt, dass es um Ihren Mann geht. Und jetzt sagen Sie, dass nichts mehr geht.

Anruferin: Das ist richtig!

Dr. Schräg: Bitte?

Anruferin: Es läuft nicht. Verstehen Sie?

Dr. Schräg: Ehrlich gesagt, nein.

Anruferin: Bisher ist es immer gelaufen und das war für ihn die selbstverständlichste Sache von der Welt.

Dr. Schräg: Vorhin ging es nicht mehr und laufen tut es auch nicht. Es steht also nicht gut?

Anruferin: Von Stehen kann gar keine Rede sein. Er hängt!

Dienstag, 3. November 2020

Der Gefährder

Ja, Dr. Schräg am Apparat!

Anrufer: Guten Tag! Gefährder.

Dr. Schräg: Guten Tag, Herr Gefährder!

Anrufer: Nein, das ist nicht mein Name.

Dr. Schräg: Sie haben sich doch als Gefährder vorgestellt. Oder habe ich mich verhört?.

Anrufer: Nein, Sie haben sich nicht verhört und Sie haben natürlich recht.

Dr. Schräg: Ich komme jetzt nicht ganz mit. Sie sind also nicht Gefährder?

Anrufer: Mein Name tut nichts zur Sache. Gefährder bin ich trotzdem.

Dr. Schräg: Also ehrlich gesagt verstehe ich jetzt nur noch Bahnhof. Was genau ist denn überhaupt Ihr Problem?

Freitag, 9. Oktober 2020

Immer bei der Wahrheit bleiben

Dr. Schräg, Psychologe!

Anrufer: Hallo Herr Doktor!

Dr. Schräg: Ja, bitte?

Anrufer: Guten Abend! Ich bin Rentner und habe jetzt auch eine eigene Hompaitsch. Da wollte ich mal anfragen, ob man, also wenn man da über sich berichtet, ob man dann immer bei der Wahrheit bleiben muss oder auch mal … Sie wissen schon.

Dr. Schräg: Sie haben also eine eigene Homepage und wollen wissen, ob man darin genaue Angaben über sich machen muss.

Anrufer: Genau! Ich bin fünfundsiebzig, sehe aber jünger aus. Da ist auch meine neue Perücke dran schuld. Sie hat nämlich nordeuropäisches Haar, kein asiatisches! Vor dem Schlafengehen nehme ich sie immer ab, weil mich dann sowieso niemand sieht. Auch meine Brille nehme ich dann ab. Es ist ja dunkel im Zimmer und es gibt nichts zu sehen, außer wenn ich träume. Aber da habe ich sie noch nie vermisst. Ist eigentlich komisch, oder? Mein Gebiss tu ich übrigens in ein Glas Wasser, damit es desfinzifiert wird.

Dr. Schräg: Es wird desinfiziert. Sie leben also allein?

Samstag, 26. September 2020

Wo drückt denn der Schuh?

 Ja, Dr. Schräg am Apparat!

Anruferin: Tjaaaa, also ich …

Dr. Schräg: Kann ich Ihnen helfen?

Anruferin: Ich weiß nicht, ob …

Dr. Schräg: Sie wissen nicht, ob Sie sich mir anvertrauen können.

Anruferin: Genau!

Dr. Schräg: Versuchen Sie es einfach mal und dann sehen wir weiter.

Anruferin: Tjaaa, wenn das so einfach wäre, dann …

Dr. Schräg: Dann?

Anruferin: Also gut, ich will's mal versuchen. Wissen Sie, ich bin Witwe und schon etwas älter, aber noch ganz gut beisammen. Geistig sowieso, aber auch körperlich. Und ich habe gewisse Bedürfnisse. Sie verstehen, was ich meine?

Donnerstag, 3. September 2020

Der Mann am Fenster

 

Dr. Schräg am Apparat!

Anruferin: Hallo!

Dr. Schräg: Guten Tag!

Anruferin: Wer ist da?

Dr. Schräg: Dr. Schräg am Apparat. Was kann ich für Sie tun?

Anruferin: Da steht immer ein Mann!

Dr. Schräg: Aha! Wo steht denn der Mann und was macht er?

Anruferin: Er steht im Haus gegenüber am offenen Fenster und machen tut er nichts.

Dr. Schräg: Er steht am Fenster und macht nichts.

Anruferin: Er schaut nur.

Dr. Schräg: Wohin schaut er denn?

Anruferin: Er schaut mich an.

Dr. Schräg: Er steht also nur da und schaut Sie an. Können Sie ihn beschreiben? Wie sieht er denn aus und was hat er an?

Anruferin: Er schaut irgendwie merkwürdig. So, als ob er auf etwas wartet. Er hat ein weißes Unterhemd an, aber was er sonst noch trägt kann ich leider nicht sehen.